Entscheidungshilfe
Die 8 Fragen, die du jedem KI-Berater stellen solltest.
Wenn du KI-Beratung einkaufst, solltest du vorher nicht nur auf große Worte hören. Die besseren Fragen zeigen ziemlich schnell, ob da Substanz dahintersteckt oder nur sauber verpackte heiße Luft.
Diese Fragen kannst du jedem Anbieter stellen. Und weil das nur fair ist, beantworten wir sie hier direkt auch für uns selbst.
1
Was ist das konkrete Problem in meinem Betrieb, das Sie mit KI lösen würden?
Das beantworten wir nicht schon vor dem ersten Gespräch mit einer fertigen Standardlösung. Erst schauen wir gemeinsam, wo es im Alltag wirklich hakt: Rückfragen, doppelte Arbeit, Sucherei, langsame Abläufe. Wer dir schon nach zwei Minuten sagt, welches Tool du brauchst, verkauft meistens zuerst das Werkzeug und nicht die passende Lösung.
2
Welche Daten brauchen Sie dafür wirklich – und wie gut müssen die sein?
Das hängt stark vom Anwendungsfall ab. Für eine interne Wissenssuche reichen oft schon vorhandene Dokumente. Für Unterstützung bei E-Mails oder Angeboten braucht man eher echte Beispiele aus dem Tagesgeschäft. Die gute Nachricht: Meist braucht es weniger als gedacht. Die weniger gute: Wenn die Grundlage chaotisch ist, wird das Ergebnis nicht plötzlich magisch sauber.
3
Würden Sie das System selbst bauen, anpassen oder bestehende Tools integrieren?
Wir setzen in der Regel auf bestehende Werkzeuge und saubere Integration statt auf Eigenbau. Für Betriebe mit 5 bis 200 Mitarbeitenden ist ein eigenes System oft unnötig teuer, riskant und später schwer wartbar. Uns geht es nicht darum, irgendetwas technisch Beeindruckendes zu bauen. Es soll im Alltag funktionieren und auch in zwei Jahren noch praktikabel sein.
4
Wie sieht Ihre Zielarchitektur aus – vom Dateninput bis zur Ausgabe im Alltag?
So einfach wie möglich: vorhandene Informationen rein, sinnvoll verarbeitet, verständliches Ergebnis raus. Kein Technikzirkus. Kein Aufbau, für den du später eine eigene IT-Abteilung brauchst. Wenn für einen normalen Mittelständler plötzlich mit komplizierten Architekturen und Spezialbegriffen um sich geworfen wird, darf man ruhig misstrauisch werden.
5
Wie verhindern Sie falsche Antworten, Halluzinationen oder schlechte Entscheidungen?
Durch klare Regeln, saubere Eingrenzung und menschliche Prüfung. KI darf unterstützen, aber nicht blind entscheiden. Gerade bei kritischen Themen ist Vollautomatik keine Heldentat, sondern oft einfach leichtsinnig. Wer dir verspricht, dass die KI alles allein regelt, verkauft eher Hoffnung als Verantwortung.
6
Wie stellen Sie Datenschutz, Sicherheit und Governance sicher?
Nicht mit schönen Folien, sondern mit klaren Regeln. Wir schauen, welche Daten wohin dürfen und welche nicht. Sensible Informationen gehören nicht unkontrolliert in öffentliche KI-Dienste. Außerdem muss das Ganze für das Team verständlich sein. Eine Regel, die nur ein externer Berater versteht, ist im Alltag ungefähr so nützlich wie ein Regenschirm aus Papier.
7
Welche vergleichbaren Projekte haben Sie schon umgesetzt – und was war dabei die größte Hürde?
Typische Themen sind interne Wissenssuche, Unterstützung bei E-Mails, Besprechungsdokumentation oder Angebotsvorbereitung. Die größte Hürde war fast nie die Technik. Die eigentliche Arbeit beginnt bei Einführung, Klarheit und Nutzung im Team. Ein System bringt nichts, wenn es sauber gebaut ist und dann keiner damit arbeitet.
8
Woran messen wir nach 3 Monaten, ob das Projekt wirklich erfolgreich ist?
Das muss vor dem Start festgelegt werden. Zum Beispiel über Zeit pro Aufgabe, Fehlerquote, Rückfragen oder tatsächliche Nutzung im Team. Wenn hinterher niemand sauber sagen kann, ob es etwas gebracht hat, war der Start schon zu schwammig. Und genau das sollte eine gute Beratung verhindern.
Woran du gute Antworten erkennst
Ein solider KI-Berater redet nicht nur allgemein über Potenziale. Er wird konkret, verständlich und auch mal unbequem ehrlich.
Er spricht über reale Abläufe, Daten und nächste Schritte statt über Buzzword-Bingo.
Er benennt auch Grenzen, Risiken und Dinge, die man besser nicht automatisiert.
Er erklärt verständlich, was gemacht wird und warum das für deinen Alltag Sinn ergibt.
Er verkauft keine Wundertüte und verspricht keine magischen Soforteffekte.
Er fragt zuerst sauber nach, bevor er Lösungen aus der Schublade zieht.
Er definiert mit dir ein Ziel, das man später auch wirklich überprüfen kann.
Wenn du willst, stell uns genau diese Fragen.
Kein großes Verkaufstheater. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, ob das Thema für euch gerade Sinn macht oder eben nicht.